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Vögel schlagen wegen Strassenlärm Alarm

2016.12.06
Vögel schlagen wegen Strassenlärm Alarm
Eine Kohlmeise horcht an einer befahrenen Strasse, ob Prädatoren in der Umgebung sind. Foto: Sue Anne Zollinger & Richard Ubels
Die Alarmrufe der Vögel sind stark durch den Verkehrslärm beeinträchtigt, wie eine neue Studie aufzeigt. Die Analysen haben erbracht, dass die Signalwirkung auch bei mittelstark befahrenen Strassen nicht mehr ausreicht, um das Überleben der Vögel zu garantieren.
Die Studie, die der Biologe Chris Templeton durchführte, zeigte, dass es signifikative negative Auswirkungen auf die Arten hat, wenn sie die Antiprädatorsignale wegen Strassenlärm oder anderer menschlicher Lärmquellen nicht mehr wahrnehmen können.
Frühere Studien hatten sich auf den Einfluss der Lärmverschmutzung auf das Balzverhalten von Vögeln und anderen Tieren konzentriert. In dieser Studie ging es nun um die Kommunikation in Bezug auf Prädatoren. "Vögel sind in der Lage sich gegenseitig zu warnen, wenn Gefahr in Form eines Greifvogels oder eines Fuchses naht. Sie geben dann Alarmrufe von sich, um die Artgenossen zu warnen", sagt Templeton.
Die Studie untersuchte anhand der Kohlmeise wie der Strassenlärme das Produzieren von Alarmrufen und die Reaktion der anderen Vögel darauf beeinflusst. "Wir fanden heraus, dass Kohlmeisen bei Strassenlärm Alarmrufe mit höheren Amplituden ausstossen, dass heisst, sie schreien, um sich trotz Strassenlärm hörbar zu machen", sagt Templeton. Wenn man diese Rufe dann anderen Kohlmeisen an einer Autobahn bei viel Verkehr abspielt, reichen sie aber trotzdem nicht aus, um von allen wahrgenommen zu werden. Sie lösten kein Anti-Prädatorverhalten aus, weil sie nicht gehört wurden. Das Prädationsrisiko der anderen Tiere steigt also.
Es gibt aber Hoffnung. Wenn der Strassenlärm etwas reduziert wird, dann ist der Abdeckungseffekt der Alarmrufe nicht mehr so stark, wie aus der Studie hervorging. Der Strassenlärm kann durch andere Strassenbeläge, durch die Reifenzusammensetzung und durch Lärmschutzwände reduziert werden. Durch solche Massnahmen kann die Kommunikation der Tiere in der Umgebung der Strassen wieder verbessert werden.
Quelle:
Dokumente der Pacific University (Ore.). Original geschrieben von Joe Lang.
 
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